FAQ

FAQ - Frequently Asked Questions: Häufig gestellte Fragen

Hier beantworte ich die Fragen, die mir am häufigsten gestellt werden. Wenn Sie eine Frage haben, die hier nicht vorkommt, können Sie sie im Kontaktformular (siehe unten) stellen. Ich freue mich auf Ihre Post.

In welcher Reihenfolge sollte man Ihre historischen Romane lesen?

Alle Romane sind eigenständige Geschichten und können unabhängig voneinander gelesen werden. Trotzdem ist bei den Roman-Reihen natürlich eine chronologische Reihenfolge sinnvoll. Die da wäre:

Die Waringham-Saga:
Das Lächeln der Fortuna
Die Hüter der Rose
Das Spiel der Könige
Der dunkle Thron
Der Palast der Meere

Die Helmsby-Romane:
Das zweite Königreich
Hiobs Brüder

Die Ottonen-Romane:
Das Haupt der Welt
Die fremde Königin

Einzelromane:
Der König der purpurnen Stadt

Die Siedler von Catan

Wie lange arbeiten Sie an einem historischen Roman?

Etwa zwei Jahre. Wenn ich ein Thema für einen neuen Roman ausgewählt habe, besorge ich mir Fachliteratur dazu und lese mich ein oder zwei Monate lang ein, bis ich das Gefühl bekomme, einen halbwegs brauchbaren Überblick über mein Thema zu haben. Dann beginne ich mit der Planung der Romanhandlung und der Figuren und fange auch schon bald an zu schreiben, wobei die Recherche eigentlich fast bis zur letzten Minute weitergeht, weil ich oft erst beim Schreiben merke, wo noch Wissenslücken sind, oder die Erzählung manchmal auch unerwartete Wendungen nimmt, die ganz neue Rechercheansätze erfordern.

Wie recherchieren Sie?

Hauptsächlich auf die altmodische Art: Ich gehe in Bibliotheken – vorzugsweise die Universitäts- und Landesbibliothek in Düsseldorf, wo ich mich gut auskenne –, und besorge mir Literatur über mein Thema. Das Lesen erledige ich dann in aller Ruhe zu Hause und mache mir dabei Notizen, meist direkt im Computer, weil ich sie da leicht wiederfinde. Ich recherchiere aber auch an den Originalschauplätzen meiner Bücher. Das ist, wie ich bereitwillig zugebe, der angenehmste Teil der Recherche. Unverzichtbar für das Auffinden von Informationen, Fachtexten, auskunftsfreudige Wissenschaftler und Bildmaterial ist natürlich auch das Internet.

Welches ist Ihr Lieblingsbuch?

Das eine Lieblingsbuch gibt es bei mir nicht. Früher habe ich auf die Frage geantwortet: Der Herr der Ringe von J.R.R. Tolkien. Das habe ich, wenn ich richtig mitgezählt habe, 14 mal gelesen. Aber seit der genialen Verfilmung von Peter Jackson habe ich keine Lust mehr, die Bücher zur Hand zu nehmen, und jetzt stehen sie da und sammeln Staub. Wenn ich überlege, welches Buch ich mit auf die berühmte einsame Insel nehmen würde, ist die Antwort nicht immer dieselbe. Auf meiner persönlichen Bestenliste weit oben stehen Das Bildnis des Dorian Gray von Oscar Wilde, Die Sturmhöhe von Emily Brontë und das gesamte Frühwerk von Stephen King. Mein Favorit unter den historischen Romanen ist Dreamland von Kevin Baker.

Gibt es Autoren, die Sie beeinflusst haben?

Natürlich. Ich glaube, dass ich aus beinah jedem Buch, das ich lese, etwas lerne, und sei es nur, wie man es nicht machen sollte. Lesen eıweitert bekanntlich den Horizont wie auch den Wortschatz. Das gilt für Schriftsteller genau wie für andere Menschen. Aber das Lesen verhilft einem nicht dazu, den eigenen Stil, Sprachrhythmus oder die eigene Erzähltechnik zu finden. Seine bzw. ihre individuelle Stimme muss jeder Schriftsteller, jede Schriftstellerin für sich entwickeln.

Ich trage mich mit dem Gedanken, ein Buch zu schreiben oder habe es schon geschrieben. Was nun?

Wenn Ihr Roman fertig ist, schreiben Sie ein Exposé: d.h. Arbeitstitel, Umfang (in Normseiten, also 30 Zeilen à 60 Anschläge) und eine Inhaltsangabe. Das Exposé sollte vor allem aussagekräftig sein, aber es schadet nicht, wenn Sie bereits hier beweisen, dass Sie schreiben können. Als nächstes sollten Sie sich informieren, welche Verlage für Ihr Manuskript in Frage kommen. Das erfahren Sie etwa im Gespräch mit einer/m guten Buchhändler/in oder durch eine Internet-Recherche. Schicken Sie Ihr Exposé zusammen mit dem Manuskript (oft reicht auch ein Probekapitel) an die entsprechenden Verlage. Jetzt brauchen Sie vor allem Geduld. Es wird immer wieder behauptet, dass bei großen Verlagen bis zu 100 unverlangt eingesandten Manuskripten pro Tag eingehen (was ich nicht glaube, aber viele sind es bestimmt). Es kann durchaus länger als ein Jahr dauern, ehe Sie eine Reaktion bekommen. Im Computerzeitalter ist dieser Hinweis vielleicht überflüssig, aber es sei dennoch gesagt: Schicken Sie unter keinen Umständen das Original, ohne eine Kopie zu behalten. Viele Manuskripte und Exposés verschwinden in den Verlagen auf Nimmerwiedersehen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin. Ihr Manuskript bzw. Exposé einer Literaturagentur anzubieten. Buchprojekte, die einem Lektor von einer Agentur angetragen werden, haben bessere Chancen, überhaupt zur Kenntnis genommen zu werden, als solche, die die unbekannten Autor/innen selber bei den Verlagen einreichen. Ein Agent übernimmt auch die Vertragsverhandlungen – die Gefahr, vom Verlag über den Tisch gezogen zu werden, ist also geringer. Aber bedenken Sie: Ein Agent streicht i.d.R. 15% von allem, was Sie an dem Buch verdienen (und das wird bei Ihrem Erstling voraussichtlich nicht viel sein), als Honorar ein. Literaturagenten finden Sie am besten durch eine Internet-Recherche, und auf den Seiten der Agenturen steht auch, welche Art von Literatur sie suchen und was genau man zur Prüfung einschicken soll. Sowohl unter Verlagen wie auch Agenten gibt es schwarze Schafe. Man kann sie ganz leicht erkennen: Sie wollen Ihr Geld. Manche Agenten loben Ihr Manuskript über den grünen Klee, verlangen aber vorab erst einmal Lektoratskosten oder sonst irgendetwas, das angeblich nötig ist, ehe man das Buch Verlagen anbieten kann. Hier rate ich zur Vorsicht. Das gleiche gilt für Verlage, die einen Zuschuss zu den Herstellungskosten, die Abnahme einer Mindeststückzahl oder eine sonstige Beteiligung des Autors am verlegerischen Risiko verlangen. Seien Sie misstrauisch. Wenn Sie ein Angebot bekommen, das Ihnen verdächtig erscheint, Sie aber nicht sicher sind, ob es seriös oder unseriös ist, schicken Sie mir eine Mail über das Kontaktformular (s.u.). Ich werde gern versuchen, Licht ins Dunkel zu bringen. Ein dritter Weg, Ihr Buch zu veröffentlichen, besteht im E-Publishing. Das bedeutet, Sie werden Ihr eigener Verleger und veröffentlichen Ihr Werk als E-Book. Das bietet den großen Vorteil, dass Sie bis zu 70% vom Verkaufserlös erhalten und nicht die bei Verlagen für Debütanten oft üblichen 5%. Andererseits haben Sie bei dieser Methode aber auch keinen Verlag an Ihrer Seite, der Lektorat, Vertrieb und Marketing übernimmt. Dafür müssen Sie dann selber sorgen. Weil ich keine persönlichen Erfahrungen damit habe, kenne ich mich mit Risiken und Fallstricken im Bereich E-Publishing nicht gut genug aus, um Ihnen hier raten zu können. Zum Schreiben und zu allen hier angerissenen Punkten finden Sie hilfreiche Tipps auf der Website meines hinreißenden Kollegen Andreas Eschbach und falls Sie Erfahrungsaustausch und Diskussionen mit anderenAutor/innen suchen, empfehle ich das Montsegur Autorenforum.

Rebecca Gablé
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